Der lange Schatten der Pappel
Die größte aller Vereinslegenden: José Ángel Iribar Am 5. Juni 2013 wird „El Txopo“ noch einmal eingewechselt. Im schwarzen Torwartdress läuft er unter Standing Ovations aufs Feld, der Jubel ist ohrenbetäubend. Mit seinen damals 70 Jahren hat er nur wenig von der Figur eingebüßt, die ihm seinen Spitznamen einbrachte: schlank und hochgewachsen, die Pappel. Arme wie Äste, die in jede Ecke des Tores zu wuchern scheinen. Der Albtraum ganzer Generationen von Gegenspielern: Puskás, Netzer, del Bosque. Für José Ángel Iribar ist es ein besonderer Tag. Nicht nur, weil er mit 70 Lenzen noch einmal für ein paar Minuten das Tor in einem Freundschaftsspiel für Athletic in San Mamés hüten darf. Es ist das allerletzte Spiel in der alten „Kathedrale“ – wenige Monate nach dem Abschiedskick gegen eine baskische Regionalauswahl zieht Athletic in den neu errichteten, modernen Fußballtempel. Im alten Stadion hat Iribar 18 Saisons gespielt, seine gesamte Profikarriere – ein One-Club Man. Fast ...