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Es werden Posts vom Januar, 2023 angezeigt.

Verein durch und durch – seit 1898

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Hat mehr "Untergebene" als der Fürst von Liechtenstein: der aktuelle Klubpräsident Jon Uriarte Seitdem sich vor über einem Jahrhundert Juan Astorquia und seine Freunde im Café Garcia versammelten, um die Gründung des Athletic Club zu beschließen, hat sich seine Rechtsform als Verein nicht verändert. 33 Gründungsmitglieder sind es seinerzeit, im Jahr 2022 zählt der Klub über 43.000 Mitglieder. Im spanischen Profifußball gibt es nur drei weitere Klubs, die nach wie vor Vereine sind: der FC Barcelona, Real Madrid und CA Osasuna. Allen übrigen Klubs der Profiligen wurde bereits Anfang der 1990er-Jahre per Gesetz die Umwandlung in eine „Sociedad Anónima Deportiva“, eine Sonderform der Aktiengesellschaft, vorgeschrieben. CA Osasuna profitiert von einer Zusatzregelung, nach der von diesem Reglement Vereine ausgenommen waren, die in den vier Spielzeiten zuvor keine negativen Bilanzen vorzuweisen hatten. Ebenso von der Umwandlung verschont blieben die drei anderen Klubs aufgrund ihrer...

Raus aus dem Schatten der Pappel

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  "Zubi" war Torwart der letzten Athletic-Meistermannschaft Als Torwartlegende José Ángel Iribar 1979 nach 18 Spielzeiten im Athletic-Trikot seine Karriere beendet, beginnt in Bilbao das Torwart-Roulette. Nach und nach wird deutlich, dass der Schatten von „El Txopo“ (die Pappel) länger und länger wird. In den beinahe 40 Jahren von 1942 bis 1979 stehen ganze drei Schlussmänner zwischen den Pfosten von San Mamés: Lezama, Cedrún und Iribar. Sie stehen für einen unspektakulären, nüchternen Stil – Showeinlagen sind in Bilbao seit jeher verpönt.  Als mit Andoni Zubizarreta ein 20-jähriger Jüngling, von Deportivo Alavés verpflichtet und zunächst in der Athletic-Reserve eingesetzt, die Lücke füllen soll, herrscht zunächst Skepsis. Aber „Zubi“ ist groß, kräftig, unspektakulär und trotz seiner Jugend resolut. Bereits in seinem zweiten Jahr und mit zarten 21 Jahren holt Zubizarreta mit Athletic den Meistertitel, den ersehnten ersten seit 27 Jahren. Jede einzelne Minute spielt er in je...

Trikotkunde – Titanic, Tante Pauli und Werbung auf der Brust

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Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts improvisiert der junge Athletic Club eine erste Spieluniform: Weißes Shirt, weiße Hose, schwarze Stutzen. Erstmals in professionellerer Garnitur treten die Mannen aus Bilbao bei der ersten Copa del Rey im Jahr 1903 an: Das Trikot ist längsgeteilt – weiß auf der einen, dunkelblau auf der anderen Seite – Hose und Stutzen sind weiterhin schwarz.  Bis zum Jahr 1910 wird Athletic in Blau-Weiß-Schwarz (und wohl auch im selben Trikotsatz) spielen. 1909 stellt man fest, dass es langsam Zeit für eine frische Garnitur wird, und es kommt ein Student namens Juan Elorduy ins Spiel. Der junge Mann unternimmt zu Weihnachten eine Reise nach England und wird vom Klub damit beauftragt, einen Satz mit 50 Trikots zu besorgen. Der Legende nach landet Juan Elorduy schließlich in Southampton. Dort wird gerade gefeiert, dass die Titanic in Belfast gebaut wird und bald aus der südenglischen Hafenstadt auslaufen soll. Die Stadt sei in Rot und Weiß deko...

Mit Heynckes Jupp in den Europacup

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Im Sommer 1993 ist man beim Athletic Club schwer beeindruckt vom Schaffen des Trainers aus Deutschland, der die Geschicke des Teams seit genau einer Saison leitet. „Fünf Minuten Gespräch mit diesem Mann reichen aus, um deutlich werden zu lassen, welche grundlegende Maxime über seinem Fußballkonzept schwebt: die Mentalität, immer und so hoch wie möglich gewinnen zu wollen“, heißt es im Klubmagazin zur Saison 1992/93.  Nach dem Abgang des englischen Trainers Howard Kendall, der von 1987 bis 1990 die Athletic-Bank besetzt, folgen zwei unstete Jahre, die niemanden im Klub so recht zufriedenstellen. Heynckes will daher vor seiner Vertragsunterschrift im Frühjahr 1992 nicht die Katze im Sack kaufen. Er habe sich ein Spiel von Athletic bei Espanyol Barcelona angeschaut, berichtet der Trainer 2017 im Interview mit dem „Tagesspiegel“. Das sei so grauenhaft gewesen, dass er direkt abgesagt habe. Er lässt sich aber doch noch umstimmen, nachdem er zum Spiel gegen Real Sociedad eingeladen wird....

Die Symphonie von San Mamés

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Den Abend des 12. März 1980 in San Mamés wird Cristobal Machín Fernández de la Puente, Spitzname Balín, niemals vergessen. Der Athletic Club tritt in seinem Lieblingswettbewerb an, der Copa del Rey, zu jener Zeit noch als unangefochtener Rekordpokalsieger mit 23 Titeln. Im Achtelfinale wartet Real Madrid, jedoch nicht die Startruppe um Uli Stielike und Vicente del Bosque. Es ist die zweite Mannschaft der Blancos, die es überraschend in die Gruppe der letzten 16 Teams geschafft hat. Balín ist Außenstürmer bei Real Madrid Castilla. In die erste Mannschaft wird er es nie schaffen. An jenem Abend treibt er jedoch Athletic mit seinen pfeilschnellen Sturmkollegen zur Verzweiflung. Nach dem 0:0 im Hinspiel in Madrid steht Athletic unter Zugzwang, muss treffen, um ins Viertelfinale einzuziehen. Castilla zieht sich weit zurück, verteidigt clever und fährt überfallartige Konter – wieder und wieder eingeleitet von Balín. Das Spiel gewinnt die Reserve von Real Madrid mit 2:1. Der Anschlusstref...

Die One-Club Men rocken sich zum Titel

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  Die Saison 2020/21 fällt in keine normale, keine einfache Zeit. Das Coronavirus hält die Welt in Atem und verdrängt gewissermaßen alles, zunächst auch den Fußball. Als der zurückkommt, sorgen die leeren Stadien für eine bedrückende Stimmung. Endspiele sind davon nicht ausgenommen. Der spanische Fußballverband RFEF hat 2020, kurz vor Beginn der Pandemie, seinen Supercopa-Wettbewerb unter dem Protest vieler Vereine, auch des Athletic Club, nach Saudi-Arabien verlegt – oder verkauft, um es beim Namen zu nennen. Die Ausgabe von 2021 wird aber dann wegen der Pandemie doch nicht im Nahen Osten ausgetragen. Das altehrwürdige Estadio de la Cartuja in Sevilla, ebenfalls Schauplatz der Endspiele der Copa del Rey, muss als Ersatzort herhalten. Und so trifft dort im Januar 2021 Athletic, das im Halbfinale Real Madrid ausgeschaltet hat, auf den FC Barcelona. Deprimierend die Aussicht, einen solchen Klassiker ohne Publikum in der weitläufigen Arena austragen zu müssen. Der Ansicht dürft...

Vaya viaje ...

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How it started vs. How it's going. Vor rund zwei Jahren begann ich mit der Dokumentierung für "Athletic Club Bilbao – Aus Prinzip einzigartig". Seit Anfang Oktober 2022 ist es auf dem Markt. Hier ein paar Eindrücke von dem wilden Ritt seitdem: Gibt's leider nicht mehr! Das Parkhaus "Garaje San Mamés" gegenüber dem Stadion hielt in seinen staubigen Ecken so manche Überraschung bereit und wurde nicht nur deshalb zum Stammplatz bei meinen Recherchen. Bankdrücker. Stadiontour muss natürlich sein. My man Dani Vivian damals noch mit der 12. Und ich noch mit Maske. Bei der Recherche unabdingbar: Original-Dokumentation wie Stadionhefte. Auf der Pressetribüne im Viertelfinale der Copa del Rey 2021/22 gegen Real Madrid. Fotoausstellung von Ernesto Valverde, der damals noch nicht wieder Trainer war. Besuch in Lezama. Andoni Ayarza und Andoni Bombín erklärten mir, wie die Jugendarbeit funktioniert. Txus Gojenuri gab mir die große Tour übers Gelände.  Langsam wird's ...

Kader Saison 2022/2023

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 Unter meinem Twitter-Account @AC_alemanez habe ich in den vergangenen Wochen jeden einzelnen aktuellen Athletic-Spieler in einem Kurzporträt vorgestellt. Hier noch mal alle zusammen: Fotos: Athletic Club ·        Spielerporträt Nr. 1: Iker Muniain, *19.12.1992 in Pamplona, Rückennummer 10,  ist mit 510 (!) Einsätzen für Athletic bei 71 Toren in 14 Saisons spielende Klublegende. Der flinke Dribbler ist gefühlt seit ewig in #LaLiga, aber nicht einmal 30 Jahre alt. Zwei schwere Knieverletzungen haben seine Karriere geprägt, doch er kam immer zurück.  Ließ im Alter von 13 Jahren Barça abblitzen und ging lieber ins Athletic-Internat. 2009 debütierte er bei den Profis. Läuft meist auf der linken offensiven Außenbahn oder im zentralen Mittelfeld auf. Zitat: „Ich will lieber mit dir weinen, als mit anderen zu feiern.“ Fazit: One-Club Man, alles andere als ein Karriereende in Rot-Weiß ist undenkbar. Da darf er sich auch gern mal eine Zigarre auf Ibiza und...